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Immer mehr ältere Arbeitslose flüchten ins Ausland

Ein Leben lang haben sie gearbeitet und sich weitergebildet, Steuern bezahlt und kurz vor der Pensionierung stehen sie am Rand der Gesellschaft. Wenn man mit über 55 den Job verliert, dann findet man sich nur ganz schwer in den Arbeitsmarkt zurück und sollte man noch ausgesteuert sein, dann sind die Chancen ganz schlecht. Laut Statistik gelingt nur jedem siebten der Wiedereinstieg in die Arbeitswelt.

Jobs webSolche Zahlen lassen aufhorchen. Doch das ist nur die Spitze des Eisberges. Laut Behörden liegen die über 55-Jährigen als Sozialhilfeempfänger unter dem Durchschnitt. Solche Zahlen zeigen aber nicht die wahre Dimension des Problems. Es beziehen längst nicht alle, die Anrecht auf Sozialhilfe hätten, deren Leistungen.Solche Zahlen lassen aufhorchen. Doch das ist nur die Spitze des Eisberges. Laut Behörden liegen die über 55-Jährigen als Sozialhilfeempfänger unter dem Durchschnitt. Solche Zahlen zeigen aber nicht die wahre Dimension des Problems. Es beziehen längst nicht alle, die Anrecht auf Sozialhilfe hätten, deren Leistungen.
Daniel Neugart ist Geschäftsführer des Arbeitnehmer- und Arbeitslosenverbands Save 50Plus und hat erst kürzlich in einem Interview erklärt: "Massen verschwinden aus dem sozialen Auffangsystem, aber die verdeckte Arbeitslosigkeit ist in dieser Altersgruppe riesig."
Die logische Folge ist Armut im Alter, denn wer ausgesteuert ist muss sein Vermögen bis auf 4000 Franken aufbrauchen und unter Umständen samt PK-Kapital sowie den Verkauf der Immobilien. Erst dann erhält man Sozialhilfe. 
Viele dieser Arbeitslosen probieren diesem Schicksal zu entrinnen. Längst nicht alle, die versuchen eine Stelle zu bekommen sind in der Arbeitslosenstatistik aufgeführt. Laut einer Studie der Berner Fachhochschule für Soziale Arbeit, ziehen sich viele der über 55-Jährigen aus dem Arbeitsmarkt zurück und erscheinen nicht mehr in den Arbeitslosenquote. Sie leben dann vom Lohn des Partners, machen sich selbstständig oder sie brauchen ihr Erspartes. Der neueste Trend ist aber, dass sich immer mehr ins Ausland absetzen.Das Problem ist nicht nur der finanzielle Niedergang. Der gesellschaftliche Abstieg macht ebenfalls zu schaffen. Erfahrungsberichten zufolge sind Aussagen wie: "Als guter Steuerzahler und erfolgreicher Unternehmer ist man in der Gemeinde gern gesehen gewesen. Im Freundeskreis war man jemand, den man um Rat fragte. Kaum arbeitslos, hat man Dinge erlebt, die man nicht für möglich gehalten hätte: Auf gewissen Ämtern wird man wie ein Krimineller behandelt." Deshalb überlegt man sich verschiedene Lösungen. Bevor alles Geld weg ist, sucht man das alternative Ausland und wenn dabei sich etwas ergibt, dann entscheiden sich eben immer mehr gegen den Aufenthalt in der Schweiz. 
Die Arbeitslosenquote, die unter drei Prozent liegt, ist damit mehr als nur beschönigt und man muss sich schon fragen, ob es nicht bessere Lösungen gibt. /Hegi

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