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Erhöhte Blutzuckerwerte und deren Folgen

Diabetes mellitus (Zuckerkrankheit) ist eine chronische Stoffwechselerkrankung, die durch einen erhöhten Blutzuckerspiegel gekennzeichnet ist.

Diabetes webHerr Kälin ist anfangs 50 und gehört zu den Zeitgenossen, die gerne einen grossen Bogen um jede Hausarztpraxis machen. Er ist sich durchaus bewusst, dass er einige Kilos zuviel auf seinen Rippen hat. Er weiss auch, dass es besser für seine Gesundheit wäre, wenn er sich mal wieder runter vom Sofa und rein in die Sportklamotten zwängen würde. Was ihm aber weniger klar ist, weshalb er in letzter Zeit immer so einen unbändigen Durst hat und andauernd Wasser lösen muss - und zwar nicht nur bei seinen Stammtischtreffen, sondern auch tagsüber bei der Arbeit. Obendrein ist er auch dauernd müde, unser Herr Kälin, und irgendwie saft- und kraftlos. Laut Experten gehört Herr Kälin zu den klassischen Kandidaten für einen fortgeschrittenen, aber bislang unbehandelten Diabetes.Herr Kälin ist anfangs 50 und gehört zu den Zeitgenossen, die gerne einen grossen Bogen um jede Hausarztpraxis machen. Er ist sich durchaus bewusst, dass er einige Kilos zuviel auf seinen Rippen hat. Er weiss auch, dass es besser für seine Gesundheit wäre, wenn er sich mal wieder runter vom Sofa und rein in die Sportklamotten zwängen würde. Was ihm aber weniger klar ist, weshalb er in letzter Zeit immer so einen unbändigen Durst hat und andauernd Wasser lösen muss - und zwar nicht nur bei seinen Stammtischtreffen, sondern auch tagsüber bei der Arbeit. Obendrein ist er auch dauernd müde, unser Herr Kälin, und irgendwie saft- und kraftlos. Laut Experten gehört Herr Kälin zu den klassischen Kandidaten für einen fortgeschrittenen, aber bislang unbehandelten Diabetes.
Genauer gesagt, für einen Diabetes mellitus, der medizinische Fachbegriff für diese chronische Stoffwechselkrankheit. Diese Krankheit zählt zu den ältesten überhaupt. Sie war schon den alten Ägyptern bekannt, denn übersetzt heisst Diabetes mellitus "honigsüsser Durchfluss". Die Erkrankung wurde von den Urvätern der Medizin deshalb so getauft, weil der Urin der Patienten durch den ausgeschiedenen Zucker süsslich schmeckte. Der Typ-II-Diabetes wird bei fast 90 Prozent der Patienten festgestellt. Im Volksmund ist er auch als "Alterszucker" bekannt, obwohl man heute schon längst weiss, dass diese Bezeichnung unpassend ist. An einem Typ-II-Diabetes erkranken zunehmend auch Menschen im mittleren Lebensalter, teilweise sogar jüngere bis hin zu den Kindern. Die Zahl der kleinen Patienten ist laut Experten in den letzten Jahren stetig gestiegen. Die ersten Warnzeichen eines Diabetes sind häufiger Harndrang, unstillbarer Durst, Müdigkeit, unerklärlicher Gewichtsverlust sowie das Auftreten von Bettnässen.  Der Typ-I-Diabetes ist im Gegensatz zum Typ-II-Diabetes eine Autoimmunerkrankung. Wer daran leidet, der muss von Anfang an Insulin spritzen, um den Mangel an diesem Hormon auszugleichen. „Es sorgt dafür, dass der Zucker aus dem Blut in die Muskel- und Fettzellen geschleust und dort in Energie umgewandelt werden kann. Dieser fortlaufende Prozess senkt wiederum den Blutzuckerspiegel“, erklären die Experten.
Was bei gesunden Menschen funktioniert, klappt bei Typ-I-Diabetikern überhaupt nicht oder allenfalls nur in geringem Masse. Bei jedem gesunden Menschen wird Insulin in der Bauchspeicheldrüse gebildet. Diabetiker bekommen künstlich produziertes Insulin und dieses wird heutzutage in Hightech-Laboratorien hergestellt.
Für Typ-II-Diabetiker ist das Spritzen von Insulin ein Schritt, der in aller Regel erst am Ende der Behandlungskette steht. Um ihren Blutzuckerspiegel zu senken, können die Patienten selbst viel dafür tun: Vor allem auf eine gesunde Ernährung achten, eventuell abnehmen und sich oft und intensiv bewegen. Der Sport ist ein ganz wichtiger Schlüssel zum Erfolg.
Aber um den „Feind im eigenen Körper“ bekämpfen zu können, muss man ihn erst mal enttarnen. Der Hausarzt kann dabei mit verschiedenen Standard-Untersuchungsmethoden helfen – hier die wichtigsten im Überblick:

Die Messung des sogenannten Nüchtern-Blutzuckers:
Dazu wird dem Patienten ganz normal Blut abgenommen. Wichtig dabei: Er darf acht Stunden vorher nichts mehr gegessen und nur Wasser getrunken haben, sonst können verfälschte, hohe Messwerte herauskommen. Am Ende wird das Ergebnis in drei Kategorien eingestuft – in einen Normalwert, gestörte Glukose-Toleranz und Diabetes.

Der Harnzucker-Test:
Der Patient uriniert in der Praxis in einen Becher, und der behandelnde Arzt stellt mit Hilfe eines speziellen Teststreifens dann fest, ob sich Zucker im Urin befindet. Das ist der Fall, wenn die Nieren den Zucker nicht mehr im Körper zurückhalten konnten. Der Fachbegriff heißt Glukosurie. Das ist häufig ein Zeichen für Diabetes.

Der Glukose-Belastungstest:  
Glukose ist nur ein anderes Wort für Traubenzucker, deshalb heißt die Untersuchung im Volksmund auch Zucker-Belastungstest. Dabei wird zunächst der Nüchtern-Blutzucker des Patienten gemessen. Anschließend trinkt er einen Becher mit einer standardisierten Zuckerlösung. Nach zwei Stunden wird der Blutzuckergehalt erneut bestimmt – auch bei dieser Methode wird am Ende wieder in Normalwert, gestörte Glukose-Toleranz und Diabetes unterschieden.

Der HbA1c-Test:
Dieser Wert ist sozusagen das Zuckergedächtnis des Körpers. Er gibt Aufschluss darüber, ob das Problem schon länger besteht.  Und zwar deshalb, weil sich Glukose an den roten Blutfarbstoff Hämoglobin heftet. Dieser Prozess lässt sich über circa drei Monate zurückverfolgen. Auch bei der späteren Behandlung eines Diabetes kann der HbA1c-Test hilfreich sein, denn er zeigt, ob der Patient mit Medikamenten oder Insulin gut eingestellt ist./hegi

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