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Wird nach Corona vor Corona sein?
Nun haben wir die Situation, wie es sich die lebensfremden «Klimareligiösen» dies vorgestellt haben: Eine bessere Umweltsituation, dafür die Wirtschaft und die Arbeit am Boden. Ist die Bevölkerung jetzt glücklicher? Der Lebensgrundsatz «Eine tote Wirtschaft ist der Tod der Gesellschaft» bleibt immer gültig. Die Normalität wird sicher nach den gewaltigen Bremsspuren zeitverzögert und gestaffelt wieder entstehen. Ob grosse und bleibende Haltungs- und Verhaltungsänderungen der Einzelnen in den Bereichen Arbeit, Konsum und Politik sichtbar werden, ist aber fraglich.

CoronaArbeit
Durch den Lockdown musste in der Schweiz rund ein Viertel der Lohnempfänger zu Hause bleiben. Bis die Wirtschaft und Arbeit wieder hochgefahren sind, wird es eine Weile dauern und viele Menschen werden Schwierigkeiten mit einem regelmässigen Arbeitsangebot erhalten. Der respektvolle Umgang zwischen den Beschäftigten von tiefer bzw. hoher sozialer und finanzieller Reputation dürfte wieder abnehmen, dafür könnte aber der Ruf nach dem bedingungslosem Einkommen zunehmen.
Bei der einheimischen Landwirtschaft wird kein grosser Einbruch entstehen und diese wird bald wieder florieren.
Beim Handwerk und Industrie wird sich die Erholung relativ schnell einstellen, sobald die weltweiten Güter- und Lieferketten wieder intakt sind.
Der Dienstleistungssektor wird sich verschieden entwickeln und der Abschwung wird am meisten Auswirkungen haben, v.a. beim Transportverkehr und Dingen, die nicht lebensnotwendig sind. Es wird viel Kreativität brauchen, um die Konsumenten mit anziehenden Angeboten wieder zu gewinnen.
Das Homeoffice wird sicher nicht zum Standard werden, was nicht auf die Angst der Chefs vor dem Kontrollverlust zurückzuführen ist, sondern vor allem wegen dem nötigen Tapetenwechsel und der erholenden Distanz zwischen Arbeits- und Privat-/Freizeiträumen.
Dass bei der zunehmenden «Infodemie», die Wissenschaft sich faktenbasiert aufgestellt und die Glaubwürdigkeit der öffentlichen Medien zunimmt, ist ein Wunschdenken, denn die Vielzahl von konsensresistenten Experten verstärkt die Verunsicherung auf allen Ebenen.

Konsum
Sicher werden gewisse Exzesse des Überkonsums für einige Zeit nachlassen, doch die Konsumfreude wird den Konsumverzicht schliesslich wieder eindämmen. Für nachhaltige Änderungen sind entweder langandauernde Notzeiten oder neue Bequemlichkeiten entscheidend. Der Onlinehandel wird in bestimmten Bereichen sicher zunehmen. Die Euphorie für das eigene Kochen, Streaming und Onlinegames wird sich gegenüber dem Besuch von realen Kulturstätten aus Zeit- und Erlebnisgründen sicher wieder abbauen. Zudem ist der Mensch ja ein Einzel- und ein Sozialwesen.
Für die Tourismusbranche und die Reisetätigkeit fehlen in der momentanen Schockstarre die Nachfrage und das Angebot. Doch die Entdeckungslust des Menschen wird, freilich nach längerer Pause und eventuellen Länderbeschränkungen und Auflagen bei Flug- und Kreuzfahrten, nur langsam wieder erwachen. Dasselbe gilt auch für die persönlichen Firmenkontakte, die weltweit nicht nur digital gelöst werden können.
Den Klimawandel mit der Pandemie zu verquicken ist verführerisch, doch ist es eine masslose Arroganz das Niederliegen der Wirtschaft mit Klima-Billionen «retten» zu wollen. Vorerst müssen die Gelder für die Wiederherstellung der Wirtschaft, der Arbeitswelt, der Gesundheit, der Ernährung, der Bildung und dem lückenlosen Umweltschutz eingesetzt werden. Beim Klima gibt es keinen wissenschaftlichen Konsens zum CO2, denn man kann dieses Phantom weder schützen noch retten. Die Menschen müssen sich mit neuen technischen Möglichkeiten vor allem an die Erwärmung und die  wechselnden Umstände auf der Erde anpassen und nicht einen Ist-Zustand, den wir in der Natur gar nicht halten können, zementieren wollen.

Politik
Ob die Demokratie gestärkt hervorgehen wird ist fraglich, denn ein Trend zur fortgesetzten Einrichtung von digitalen Kontrollstaaten ist latent vorhanden und starke und erfolgreiche Führungspersönlichkeiten gibt es nicht nur in Demokratien, obwohl dies in den meisten Medien mit der Bashing-Berichterstattungen vernebelt wird. 

Fazit
Die Wirtschaft und der Konsum sind gleichzeitig in einer schweren Krise und es kann sein, dass Unsicherheiten und eine Rezession die Entwicklung noch längerfristig reduzieren werden. 
Was die Vorsorgepolitik bei der Grundversorgung mit Basismedikamenten und in der Pflichtlagerhaltung betrifft, braucht es aber für die Zukunft eine fundamentale Reform mit klaren Verantwortlichkeiten und Zuständigkeiten. Dazu ist auch über das Kommunikations-/Informationskonzept für nationale Notfälle dringend nachzudenken, damit mit einer neutralen Expertengruppe, welche alle Fakten aufnimmt, mit einer Stimme geredet wird und so auch glaubwürdige Umsetzungen durch eine zentrale Stelle garantiert sind. Die allgemeine Sicherheitsstrategie mit Schutzkonzepten in den einzelnen Branchen werden, bis zum Vorliegen von Impfungen und Medikamenten, bestehen bleiben müssen. Auch die Verhaltens-Regeln für die Bevölkerung (Abstand, Händewaschen, Gruppengrösse, Empfehlung für teilweises Maskentragen) brauchen weiterhin ihre Durchsetzung. Für zukünftige Notsituationen müssen aber Produktions-/Lieferketten von wichtigen Notfall-Gütern nahe an den Heimatmarkt gebracht werden. Das Leben für die Bevölkerung wird nach Corona ähnlich wie vor Corona sein, freilich auf einem tieferen Niveau.  Ob die «grüne Klasse» weiterhin bei der Bevölkerung im Zentrum stehen wird, ist sehr fraglich. Vielleicht wird man aber dem Wohlstandsstreben gegenüber nachdenklicher und mit weniger zufrieden sein, was auch eine echte Dankbarkeit für die Meisterung der grössten Krise nach dem letzten Weltkrieg auslösen könnte./be

 

 

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